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Podcast Folge 3


Wie versprochen der wöchentliche Podcast! Heute nun "schon" Folge 3. In dieser Folge stammele ich über Rust, Amazon S3, WebAssembly, Delphi für Linux, Godzilla, Nintendo Switch, AMD Ryzen, Skype for Linux Beta, Psion ähnliches Gerät "Gemini PDA", John Goodenough und leider auch um das neue Nokia 3310.

Dieses Mal habe ich mich angestrengt es kurz zu halten. Glücklicherweise hatte ich es gestern aufgenommen; heute schmerzt mein Hals und ich fühl mich schwach. Ich hab das gestern Abend schon gemerkt, als meine Stimme ungewöhnlich schnell heiser wurde. Also alles richtig gemacht; bis auf die Erkältung zu bekommen; das war falsch :). Aber ein wenig Ruhe und so und das wird wieder :)!

Viel Spaß bei der Folge!


WebAssembly nun bald für alle Webbrowser


WebAssembly oder auch kurz "WASM" ist nun soweit! Die WebAssembly Community Group hat sich nun geeinigt. Das Ziel dieser Gruppe ist es neue Cross-Browser Technologien voranzubringen, die schnell und portabel sind. Mitglieder dieser Gruppe sind bunt gemischt. Zum Zeitpunkt dieses kleinen Artikels sind es über 700 Mitglieder. Und natürlich sind darunter alle relevanten Menschen der Webbrowser-Hersteller.

Aber was zum Geier ist nun WebAssembly? Noch nie gehört? Pah! Schäm dich! Ok, wenn du dich eh nicht für Javascript oder ECMAScript interessierst, dann ist das nicht so schlimm, aber lies doch trotzdem mal, was es da zu erwarten gibt.

WebAssembly ist eine neue Cross-Browser Sprache, die maschinennah ist und entwickelt wurde, um C als auch C++ Code in einem kleinen binären Format auszuführen. Stell dir das in etwa so vor wie Flash oder auch Java Applets. Nur eben, dass WebAssembly ein offener Standard ist und sehr wahrscheinlich von allen gängigen Webbrowsern unterstützt werden wird. Der Vorteil des binären Formats ist, dass er kompakter ist als eine reine Textform, wie es aktuell ja bei JavaScript e.g. der Fall ist. Typische Projekte, die zuerst in den Webbrowser gebracht wurden, waren natürlich Spiele, weil...das liegt irgendwie nahe.

Aber wie passt das in den aktuellen Workflow eines JavaScript Programmierers? Da WebAssembly noch keinen sinnvollen Zugang zum DOM hat, ist ein JavaScript Ersatz erst mal nicht abzusehen. Im Grunde ist das auch gar nicht gewollt. Mit den Neuerungen aus ECMAScript 2015, 2016 und 2017 wird es den Programmierern auch immer schwerer gemacht JavaScript zu meiden. So schlimm ist es ja letztendlich nicht. Der eigentliche Sinn ist es eine Komponente in C oder C++ zu entwickeln, sie mit Emscripten zu WebAssembly Binärcode zu kompilieren und diese Komponente dann in JavaScript zu konsumieren. Man würde dann Dinge, die effizient laufen müssen, in eine WebAssembly Komponente "auslagern" und sie in JS benutzen.

Auf der webassembly.org Website gibt es ein "Getting Started", wo gezeigt wird, wie man ein "hello world" in C zu "wasm" Bytecode mittels Emscripten kompiliert.

Aus technologischer Sicht klingt das wunderbar und sinnvoll. Wenn man etwas darüber nachdenkt, wundert man sich, ob das auch etwas Schlechtes bedeuten kann. Einerseits könnte die Nachfrage nach C und C++ Programmierern steigen. Es kann außerdem passieren, dass man in nicht all zu ferner Zukunft Webanwendungen antrifft, die heutige Anwendungen wie Spielzeug aussehen lassen. Ganz sicher bedeutet es aber, dass das offene Web nun etwas geschlossener wird, denn niemand wird ernsthaft diesen binären Code sinnvoll und ohne viel Aufwand entschlüsseln können. Wobei ich mir hier sicher bin, dass es dafür Tools geben wird. Die gibt es für Java ja auch ;). Trotzdem stellt dieses binäre Format für das offene Web eine weitere Hürde dar.

Mich persönlich interessiert diese Technologie aber sehr. Ich hatte schon früh darüber gelesen, auch über asm.js und ich war höchst interessiert, aber der Zugang war für mich immer recht schwierig. Aus aktuellem Betrachtungswinkel ist der Zugang offenbar deutlich einfacher geworden. Wenn nun auch alle Webbrowser das Format unterstützen werden, ist auch die Motivation eine ganz andere. Ich bin weiterhin sehr sehr gespannt!


Die Wolke hat sich aufgelöst


Ich bin ja Soundcloud User; ich nutze Pro und Go. Ich finde das toll. Ich mag zwar auch die Musik, die im Radio gespielt wird, aber sie wird so oft gespielt, dass es mich langweilt. Vor vielen Jahren entdeckte ich last.fm und soundcloud.com. Das war für mich eine extreme Erfahrung. Spotify und Konsorten sind für mich keine Alternativen. Ich brauche Musik, wo mein Gehirn sagt: "hey, das kenne ich nicht; ich aktiviere etwas Strom, um das zu verstehen!". Abwechslung ist wichtiger als alles andere. Mein Geheimrezept ist Ablenkung und, wenn man nichts erreichen will, absolute Entspannung :).

Aber genau dieses Soundcloud funktionierte heute irgendwie nicht so, wie ich es wollte. Ich habe direkt meine Kumpels im IRC genervt; die machten mich darauf aufmerksam, dass Amazon S3 einen größeren Ausfall hat. Einen kurzen Blick auf die Statusseite und ich war überzeugt. Auch Seiten wie imgur.com und sogar die Docker Registry waren betroffen.

So oder so erinnert mich der Ausfall an:



...und weil ich gerade lustig bin:



Wenn du diese Nummer noch nicht kanntest; ab morgen wirst du sie summen; und... erschreckenderweise auswendig kennen :)!

Mittlerweile ist wieder alles "grün", aber der Ausfall reichte aus, um bei vielen Diensten im Internet für Stress zu sorgen. Das sollte einem zumindest zu denken geben.


Rust ist die schnellste Programmiersprache


Debian ist eine Linux Distribution und sie beherbergen "The Computer Language Benchmarks Game" und man sollte es nicht all zu ernst nehmen, da hier für einen konkreten Zweck optimiert wird. Aber nun gut...einen gewissen Sinn hat es nun doch, da man gewisse Tendenzen erkennen kann. Das wiederum ist sehr interessant.

Rust, eine relativ junge Programmiersprache, welche inzwischen von Mozilla Research entwickelt wird, ist nun beim Spiel oder auch Test mit dem Namen "k-nucleotide" auf Platz 1 gerutscht! Bei diesem Test geht es um die Performance von Hash Algorithmen.

Rust ist mittlerweile sehr beliebt und es wird sogar produktive Software damit entwickelt. Sogar für den Webbrowser Firefox werden mittlerweile Komponenten in Rust entwickelt. Rust hat den Ruf sicher zu sein und trotzdem hardwarenahe. Das ist in dieser Kombination recht selten. Als Vergleich wird immer gerne C herangezogen, wo man relativ leicht sehr unsichere Software erstellen kann.


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