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Podcast Folge 4


Wie versprochen der wöchentliche Podcast! Heute nun Folge 4. In dieser Folge unterhalte ich dich mit den Marktanteilen von Webbrowsern, Visual Studio 2017, WikiLeaks CIA, Side Projects, doofen Softwaretests und Werbung im Dateiexplorer von Microsoft Windows 10.

Viel Spaß mit dieser Folge!


Microsoft blendet Werbung im Explorer ein


Mann Mann Mann! Windows 10 hat es doch sowieso schon schwer bei den vielen Windows 7 Anwendern und nun gibt Microsoft ihnen einen weiteren Grund Windows 10 nicht zu mögen. Aber auch die Linux-Anwender erfreuen sich dieser neuen Tatsache.

Microsoft blendet im Datei-Explorer Werbung für die eigenen Produkte ein. Im konkreten Fall wird eine Werbung für OneDrive angezeigt. Es spielt auch keine Rolle, ob man OneDrive schon nutzt oder nicht. Die Werbung wird einem trotzdem angezeigt.

Die Werbung wird angeblich nur für den Markt USA und Kanada eingeblendet. Ob auch deutsche Kunden betroffen sind, ist nicht bekannt. Ich selber habe diese Einblendungen nicht.

So etwas Ähnliches gab es mal bei Ubuntu Linux. Wenn man bei Ubuntu 12.10 in der Unity Desktopumgebung nach Klick auf die "Windows" Taste seine Programme durch Eingabe von Buchstaben gesucht hat, so wurde einem nicht nur das Suchergebnis der lokalen Festplatte angezeigt, sondern auch Suchergebnisse von Amazon.


WikiLeaks veröffentlicht CIA Dokumente


Oha! Da hat WikiLeaks ja wieder was Brisantes "veröffentlicht"! Irgendwie sind sie in den Besitz der Daten einer Confluence Installation gekommen. Das alleine ist nicht spannend. Spannend ist aber, dass es die Daten der Confluence Installation des CIA sind. Oh oh oh! Schon kurz danach äußerte sich das CIA nicht "amused". Ich hätte mich dazu an Stelle des CIA nicht geäußert, aber ich bin ja auch nicht die CIA. Oder?

Beim Lesen der Dokumente höre ich "Kraftwerk - The Man-Machine" im Hintergrund und irgendwie ist das eine sehr schöne Kombination.

Aber was ist Confluence? Ja, das ist so eine wiki-artige Webanwendung von Atlassian. Aber das ist quasi völlig irrelevant. Wichtig ist zu wissen, dass die CIA dieses Tool nutzte, um wissenswerte Informationen zu dokumentieren. Und genau diese Informationen wurden von WikiLeaks veröffentlicht. Und es ist anzunehmen, dass die CIA das nicht gut findet.

Insgesamt hat WikiLeaks aktuell 8761 Dokumente veröffentlicht. Es ist also recht schwierig da die Highlights zu identifizieren. Was ich beim zufälligen Durchklicken so gefunden habe, war wenig spektakulär. Ich habe viele Anleitungen gefunden, wie man sich zum Beispiel mit "git" korrekt verhält. Man erklärt den "Workflow". Nichts "geheimes" an sich, sondern für die Allgemeinheit interessant.

Für mich interessant schien die "Knowledge Base". Das und den anderen Rest werde ich im Laufe meiner Lebenszeit lesen und verstehen.

Wenn du selber die Informationen durchlesen willst, suche einfach nach "wikileaks ciav7p1".


Microsoft Visual Studio 2017 veröffentlicht


Puh, ist das spannend :P. Eine neue Version von Microsofts Visual Studio wurde veröffentlicht. Die neue Version trägt die Version 2017. Das macht ja auch Sinn. Wir haben ja auch das Jahr 2017. Noch.

Der Installer ist ganz neu. Man wird mit "Bitte warten" begrüßt. Das ist eine ganz gruselige "Experience", wie man in Apple-Sprache sagen würde. Man startet das Programm und es tut sich erst mal...nichts :). Gratulation an Microsoft. Aber ich habe ja nur einen Core i7; und eine sehr schnelle Internetverbindung; da erwarte ich sowas einfach...logisch. Das ist in etwa wie bei der Windows 10 Installation, wo "gleich ist es soweit" einer viel zu langen Zeit entspricht. Egal. Das nimmt man als Programmierer ja in Kauf. Bei Apple ist das bei den Entwicklungstools auch nicht besser; ganz im Gegenteil sogar. Unter Debian Linux allerdings ist das sehr viel angenehmer, wenn ich ehrlich sein soll. Es frisst deutlich weniger Speicher, funktioniert deutlich schneller und es nervt vor allem nicht.

Neu beim Installer ist, dass man seine Features auswählen kann. Man installiert also nur das, was man wirklich braucht. Trotzdem braucht man relativ viel Speicherplatz, obwohl Microsoft sich in den Release Notes selbst lobt, wie wenig Speicherplatz man doch nur benötigt; das entspricht nicht ganz der Wahrheit. Ich habe den Haken nur bei .Net Desktop gemacht und es braucht trotzdem 3GB. Ok, aus heutiger Sicht mag das noch sehr vertretbar sein, aber wenn ich die Haken noch bei ASP.NET und anderen interessanten Dingen mache, lande ich bei erheblichen 50,77GB! Oha! Wobei ich dazusagen muss, dass der typische Programmierer vermutlich bei ca. 15GB landen wird.

Nach der Installation will das Programm natürlich das Betriebssystem neustarten. Oh Gott.

Visual Studio ist aber wie immer eine sehr gute IDE. Daran hat Microsoft nicht gerüttelt. Ich finde den Editor immer noch eindrucksvoll. Alles ist gut integriert. Microsoft leistet hier weiterhin gute Arbeit.

Interessant ist vielleicht, dass es keine ISO-Dateien mehr für die Offline Installation gibt. Man kann jedoch selber eine Offline Installation mit einem einfachen Befehl erstellen. Ein Programmierer kommentierte das Verfahren bei Microsoft mit folgenden Worten:

Sure, we are programmer not a hacker :v so, why u use Command Prompt

Ich lasse das natürlich so stehen :). Für mich war die "Experience" mit dem neuen Visual Studio 2017 Installer recht gut. Ich habe in relativ kurzer Zeit eine C# Entwicklungsumgebung kostenlos installiert. Die IDE fühlt sich fix an und ich kann innerhalb weniger Minuten ein C# Programm kompilieren. So muss das sein. Next, Next, Finish!

Viel Spaß mit der neuen Version!


Ist Google Chrome der neue Internet Explorer 6?


Vor vielen Jahren war Microsofts Internet Explorer 6 der modernste Webbrowser, den es gab. So gut wie alle Websites waren für den IE6 optimiert, weil jeder diesen Webbrowser benutzt hatte. Er war zu seiner Zeit wirklich gut.

Heute sieht das tatsächlich ganz anders aus. Microsoft spielt im Bereich der Webbrowser eine eher untergeordnete Rolle. Das mag nun einige Oldtimer verwirren. Mich selbst hatte es vor einigen Jahren leicht verwirrt, aber der Trend hielt an.

Google kam irgendwann mit Chrome "umme" Ecke und wieso auch immer, aber er "verkaufte" sich extrem gut. Mittlerweile hat Chrome die Spitze der Desktop Webbrowser eingenommen. Zum Zeitpunkt dieses kleinen Artikels ist die stabile Google Chrome Version = 56. Und erschreckenderweise hat Google Chrome mit Version 56 einen Marktanteil von knappen 30%. Grund dafür ist natürlich der automatische Updatemechanismus, aber das setzt ja auch voraus, dass man Google Chrome installiert hat und benutzt. Der Marktanteil ist also real. Wenn man die Marktanteile aller Google Chrome Versionen zusammenzählt, kommt man auf über 50%. Das ist sehr viel.

Microsofts Edge ist unter Windows 10 in der aktuellen Version 14 enthalten. Diese Version hat einen Marktanteil von nur knappen 5%. Die vorigen Versionen von Edge haben alle einen Marktanteil im Promille-Bereich.

Microsofts Internet Explorer ist aktuell unter Windows 10 in der Version 11 enthalten. Dieser Webbrowser hat immerhin noch einen Marktanteil von fast 12%. Das ist, so komisch es klingt, höher als bei Edge. Mich als Windows 10 User verwirrt das, weil unter Windows 10 der Edge Browser mehr oder weniger in den Vordergrund gerückt wird. Ich musste mir selber das Icon des IE11 in die Taskbar schieben, da ich es für eine gewisse VPN Anwendung benötige. Nicht unwichtig dürfte die Tatsache sein, dass es den Edge Webbrowser für Windows 7 nicht gibt. Viele User sind immer noch mit Windows 7 unterwegs. Edge gibt es auch für Windows 8 und 8.1 nicht. Somit dürfte der höhere Marktanteil des IE11 in Relation zum Edge Webbrowser begründet sein. Viele User haben schlicht keine andere Wahl, wenn sie bei Microsoft Produkten bleiben möchten.

Und nun das eigentlich Traurige dieser Nachricht. Firefox 51.0.1 ist die aktuelle stabile Version des Webbrowsers von Mozilla und der Marktanteil dieses Webbrowsers liegt gerade mal bei etwas über 7%. Nun will man glauben, dass ältere Versionen einen größeren Marktanteil ausmachen, aber leider weit gefehlt. Auch Firefox verfügt über einen automatischen Updatemechanismus. Alle älteren Versionen sind nur im Promille-Bereich vertreten. Viel erschreckender ist, dass die Vorgängerversion von Googles Chrome in Version 55 immer noch einen höheren Marktanteil (ca. 10%) hat als Firefox.

Insgesamt sollte man sich als Webentwickler nicht zu sehr auf diese Marktanteile verlassen, da die Verwendung der Webbrowser je nach Klientel sehr stark abweichen kann. Diese Statistiken werden ja irgendwie erhoben. Man wertet Zugriffsdaten von diversen Webseiten aus und errechnet die Marktanteile. Es kann aber durchaus sein, dass eine Seite, die sich auf Windows Entwicklung spezialisiert hat, einen deutlich höheren Anteil des Edge Webbrowsers hat. Im Falle von programmierer-nachrichten.de passt es in etwa, wobei der Anteil der Safari Benutzer doch erstaunlich hoch ist. Und erschreckend zugleich, da ich es als Windows und Linux User nicht wirklich testen kann :D...also wenn du Safari User bist und irgendwas ist schief, schreib mir doch bitte eine Email :).

Achso, mein Fazit: Eigentlich kein Fazit. So oder so muss man wohl weiterhin damit rechnen, dass die meisten User mit Chrome, Internet Explorer, Firefox und Safari die Website besuchen. Damit hat man vermutlich die meisten User abgedeckt. Edge sollte man jedoch auch auf dem Schirm haben, wenn auch die Marktanteile sehr klein sind.

Ist also Google Chrome der neue IE6? Definitiv :)!


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