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Podcast Folge 8


Wie versprochen der wöchentliche Podcast!

Dieses Mal Folge 8! Programmierer bekommen so leicht kein Visum mehr in den USA, Imagination Technologies trennt sich von Apple, Tim Berners Lee gewinnt den Turing Award, Mark Shuttleworth schießt Unity ins All und der D Compiler DMD wird nun gänzlich open source. Und weil mich auch der mobile Zugang zum Internet interessiert, etwas Informationen zu T-Mobiles neue Verträge.

Viel Spaß damit!


DMD Compiler für D nun OpenSource


Der Referenzcompiler DMD für die Programmiersprache D nutzt nun die OpenSource Lizenz Boost in allen Codeteilen. Zuvor wurde eine eigene Lizenz von Digital Mars verwendet. In dieser Lizenz stand geschrieben, dass die Software nicht getestet wurde und Fehler enthalten kann. Es wurde außerdem darauf hingewiesen, dass die Software nicht dafür konzipiert wurde, um nach dem 31.12.1999 noch zu funktionieren.

Bei dem Referenzcompiler DMD gibt es ein Front- als auch ein Backend. Das Frontend nutzt schon sehr lange Boost als Lizenz. Das Backend jedoch nicht, da es auf DMC basiert. DMC ist: "a one-step program to compile and link C++, C and ASM files.".

Der Quellcode von DMD ist zwar schon lange verfügbar, aber nun auch in einer Lizenz, die es zum Beispiel erlaubt diesen Referenz Compiler in Linux Distributionen zu paketieren. Zuvor gab es Alternativen wie GDC, der Gnu D Compiler, der als Frontend für GCC funktioniert, LDC als Frontend für LLVM, ein D Compiler für .NET und mit SDC sogar ein eigener Compiler, der in D geschrieben wurde und auch ein Frontend für LLVM ist.

In der D Community sagt man, dass DMD der Compiler mit der besten D-Sprachunterstüzung ist, aber auch der Compiler, der den langsamsten Code erzeugt. GDC als auch LDC sollen schnelleren Code erzeugen, jedoch die D-Sprachunterstützung nicht immer gänzlich unterstützen. DMD wiederum soll sehr schnell kompilieren.


Shuttleworth schießt Unity ins All


Oha! Mark Shuttleworth, der Boss von Ubuntu, gibt Unity auf. Unity ist seit Jahren der Standarddesktop von Ubuntu Linux. Mit Ubuntu 18.04 soll Unity nicht mehr der Standarddesktop sein. Man möchte mit Ubuntu 18.04 Gnome 3 als Standarddesktop etablieren.

Ubuntu ist seit vielen Jahren eine Größe im Bereich von Desktop Linux Systemen. Wenn jemand auf seinem Rechner unkompliziert eine Linux Distribution installieren möchte, die für den Betrieb des Desktops geeignet ist, so hat man in der Regel Ubuntu Linux empfohlen. Aber auch auf dem Server spielt Ubuntu mittlerweile eine große Rolle.

Nun aber hat Mark Shuttleworth die Entwicklung von Unity komplett eingestampft. Man will sich nun auf andere Bereiche konzentrieren und die Kräfte sinnvoller nutzen. Viele Nutzer begrüßen diesen Schritt; einige wenige Unity-Nutzer finden es nicht so gut. Man wollte mit Unity ja einen einheitlichen Desktop für den PC und das Smartphone schaffen. Mit Ubuntu Touch hatte man aber kaum Erfolg. Oder auch realistisch ausgedrückt: Ubuntu Touch war ein Totalausfall.

Mich persönlich schreckt diese Neuigkeit sehr auf, denn Linux hat im Desktopbereich quasi keine Relevanz. Unity war ein Versuch von Ubuntu den Linux Desktop zu verbessern. Die Adoption von Unity war aber gering, wobei vermutlich viele ihn einfach nutzten, ohne zu hinterfragen, worum es sich hier handelt. Unter uns Programmierern ist Mint und Mate sehr verbreitet, wobei ich persönlich Gnome 3 sehr gut finde. Und überhaupt eh nur Debian ;).

Wenn Ubuntu nun die Energie nutzt, um den Gnome 3 Desktop zu verbessern, dann kann das für den Linux Desktop nur gut sein, aber auch Mark Shuttleworth ist bekannt, wie irrelevant der Linux Desktop auf dem PC ist. Es ist zu befürchten, dass Ubuntu nun einfach die Standardinstallation eines Gnome 3 Desktops mit optischen Anpassungen bekommt. Das würde für Ubuntu nämlich eine erhebliche Arbeitserleichterung bedeuten, denn Gnome 3 wird ja nicht von Ubuntu entwickelt.

Und weil wir schon dabei sind; auch Mir, der alternative Displayserver, wurde eingestampft. Wayland hat nun also gesiegt! :P Keine Ahnung, ob das gut ist.

Also was will Ubuntu denn nun? Ich vermute, dass man sich auf den Cloud und IoT Markt konzentriert, da nur dort Geld zu holen ist. Früher konnte man sich kostenlos einen Anhänger voll mit Ubuntu CD-ROMs bestellen, um sie bei seinen Freunden zu verteilen; heute wird man beim Download der Ubuntu ISO gefragt, wie viel Geld man spenden möchte.


Der Turing Award geht an den Erfinder des WWW


Der Erfinder des WWW, Tim Berners-Lee, wurde mit dem Turing Award geehrt. Er ist Brite, er ist ein Sir, Physiker und auch Informatiker. Auf einem NeXTcube entwickelte er die Grundlagen von dem, was wir heute täglich nutzen.

"This machine is a server; DO NOT POWER IT DOWN!" war auf einem Sticker der Entwicklungsmaschine geschrieben.

Er gründete das W3C, das World Wide Web Consortium, und es ist ihm wichtig, dass Webtechnologien nicht patentiert werden. Er hat den Preis verdient.


Apple ruiniert Imagination Technologies


Imagination Technologies hatte bis Dato die Grafikprozessoren mit dem Namen PowerVR für das Apple iPhone und iPad entwickelt und hergestellt.

Das ist nun aber leider vorbei. Imagination Technologies hat angekündigt die Zusammenarbeit mit Apple einzustellen. Apple will nun diesen Grafikprozessor gegen eine Eigenentwicklung austauschen.

Zum Zeitpunkt des Artikels ist die Aktie von Imagination Technologies um knapp 62% gefallen (in Relation zum Vortag).


Programmierer bekommen kein Visum mehr


Die Einwanderungsbehörde der USA hat eine neue Richtlinie veröffentlicht, die besagt, dass Programmierer nicht mehr selbstverständlich ein H-1B Visum bekommen.

Die Richtlinie besagt, dass bei Beantragung eines H-1B Visum zusätzlich nachgewiesen werden muss, dass die Arbeitskraft aus dem Ausland eine besonders qualifizierte Fachkraft ist, die im Inland so nicht so einfach zu finden ist. Man erwartet außerdem, dass dieser Spezialist aus dem Ausland hoch bezahlt wird.

Man möchte verhindern, dass Outsourcing-Firmen günstige Arbeitskräfte aus dem Ausland beschäftigen. Man findet die Richtlinie, wenn man nach "PM-602-0142" sucht.


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